Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahrgenommen und die Geschäftsführung laufend überwacht und beratend begleitet.

Der Aufsichtsrat ist im Geschäftsjahr 2017 zu vier Sitzungen zusammengetreten und hat sich zwischen den Sitzungen insbesondere durch schriftliche und mündliche Berichte über den Gang der Geschäfte unterrichten lassen. In seinen Sitzungen hat sich der Aufsichtsrat ausführlich mit der Geschäftsentwicklung, der Geschäftsstrategie und der Unternehmensplanung befasst.

Arbeit des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat erörterte mit dem Vorstand eingehend die Entwicklung der Unternehmenskennzahlen und ließ sich zu den wesentlichen Sparten berichten. Hierbei bildeten die Beitrags- und Bestandsentwicklung sowie die Schadenquoten nebst der Spartenrentabilität und Wachstumserwartungen wesentliche Schwerpunkte in der Berichterstattung des Vorstands.

In den turnusgemäßen Sitzungen wurde die Entwicklung der Rechtsschutzsparte intensiv behandelt. Der Aufsichtsrat stimmte sodann in einer außerordentlichen Sondersitzung nach eingehender Erörterung aller Fakten und Abwägung aller in Betracht kommenden Alternativen dem Verkauf der Rechtsschutzsparte an die Itzehoer Versicherung zu.

Einen breiten Raum nahmen ferner die Entwicklung im Automotivebereich und die Bestandssanierung in der Sparte Kraftfahrt ein. Weitere Schwerpunkte bildeten die strategische Ausrichtung sowie die wachstumsfördernden Maßnahmen in der Sparte Gewerbe und in der Sparte Wohngebäude. Für die Sparte Unfall wurden Produktentwicklung und Absatzmöglichkeiten erörtert.

Ein besonderes Augenmerk wurde auch auf die zukunftsorientierte Umsetzung der Digitalisierung sowie den Ausbau der Onlinefähigkeit und Dunkelverarbeitung gelegt. Die weitere Stärkung der Schadenreserven und die Entwicklung der Schwankungsrückstellungen wurden ebenfalls behandelt. Das Rückversicherungsgeschäft und seine Neuausrichtung wurden besprochen.

Vertriebsproduktivität, Vertriebskonzepte sowie effiziente und flexible Organisationsformen zur Steigerung der Ertragskraft standen ebenso im Mittelpunkt der Beratungen wie eine Optimierung des Kundenservices. Eingehend behandelt wurden auch die Kostenquoten.

Der Produktausschuss des Aufsichtsrats befasste sich in seiner Sitzung am 31. Mai 2017 mit der Einführung des neuen Unfalltarifs „Unfall T17“ sowie im Wege der schriftlichen Beschlussfassung mit der Einführung des neuen Rechtsschutztarifs „T17“.

Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsstrategie und die darauf aufbauende Mittelfristplanung der Gesellschaft sowie die Rahmenplanung des Vorstands zur Kapitalanlage für das Geschäftsjahr 2018 ausführlich beraten und verabschiedet. Darüber hinaus hat sich der Aufsichtsrat mit Vorstands- und Aufsichtsratsangelegenheiten befasst.

Zusammenfassend ist festzustellen, dass der Vorstand den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend sowie den gesetzlichen Vorgaben entsprechend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage und des Risikomanagements sowie über die Wahrung der Compliance informiert hat.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats stand mit dem Vorstand in ständiger enger Verbindung. Er ließ sich regelmäßig über bedeutsame Fragen und Maßnahmen der Geschäftspolitik informieren. Die Mitglieder des Aufsichtsrats wurden über die Ergebnisse laufend unterrichtet.

Über die Arbeit der Ausschüsse (Personal-, Kapitalanlage- und Produktausschuss) wurde dem Aufsichtsrat in seinen Sitzungen am 16. März 2017 und 9. November 2017 berichtet.

Jahresabschluss 2017

Der Abschlussprüfer, die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, hat den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017 sowie den Lagebericht des Vorstands unter Einbeziehung der Buchführung geprüft und einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns geprüft. Das vom Aufsichtsrat beauftragte Mitglied, Herr Martin Rohm, berichtete dem Aufsichtsrat in der Bilanzsitzung am 15. März 2018 über seine vorbereitende Tätigkeit und Prüfungen hinsichtlich der Aufgaben des Aufsichtsrats nach § 107 Absatz 3 Satz 2 AktG. Der Abschlussprüfer hat in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses durch den Abschlussprüfer an und hat nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung Einwendungen nicht zu erheben. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss gebilligt, der damit gemäß § 172 AktG festgestellt ist. Dem Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns schließt sich der Aufsichtsrat an.

Der Vorstand hat dem Aufsichtsrat den Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG sowie den hierzu vom Abschlussprüfer gemäß § 313 AktG erstatteten Prüfungsbericht vorgelegt. Der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers lautet wie folgt:

„Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

  1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,
  2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war.“

Der Aufsichtsrat hat den Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen geprüft und schließt sich dem Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers an. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Berichts über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen.

Veränderungen im Aufsichtsrat

Seit dem Wechsel des von den Arbeitnehmern gewählten Aufsichtsratsmitglieds am 16. März 2017 gab es keine personellen Veränderungen.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die engagierten Leistungen und die im Berichtsjahr erzielten Erfolge.

Oberursel (Taunus),
den 15. März 2018

Der Aufsichtsrat

Dr. Botermann
Vorsitzender

Compliance-Bericht

Der Erfolg der ALTE LEIPZIGER Versicherung AG basiert in hohem Maße auf dem Vertrauen, das Kunden, Geschäftspartner und die Öffentlichkeit in die rechtskonforme Handlungsweise und in die Integrität unseres Hauses haben.

Um die Einhaltung der rechtlichen Rahmenbedingungen und der internen Richtlinien sicherzustellen, hat unsere Gesellschaft interne Grundlagen geschaffen und eine Compliance-Organisation (Compliance-Officer, Compliance-Komitee, Compliance-Verantwortliche) eingerichtet.

Die Compliance-Risiken wurden systematisch unternehmensweit erfasst, zentral dokumentiert und von unseren Fachleuten bewertet. Die Erfassung und Bewertung dieser Compliance-Risiken stellt die Grundlage für eine wirkungsvolle Prävention dar.

Die Gesellschaft hat ihr Compliance-Management-System 2017 in den Bereichen Betrugsprävention, Korruptionsprävention und Wettbewerbsrecht von externen Wirtschaftsprüfern überprüfen lassen. Im Ergebnis wurde der Gesellschaft bescheinigt, dass die Beschreibung ihres Compliance-Management-Systems den Wirtschaftsprüfer-Standards IDW PS 980 entspricht und angemessen ist.

Die Auseinandersetzung mit Compliance-Risiken ist ein permanenter und regelmäßiger Prozess. Veränderungen des rechtlichen Umfeldes werden systematisch beobachtet und bewertet. Damit wird gewährleistet, dass unsere organisatorischen Vorkehrungen und Maßnahmen zur Einhaltung von Recht und Gesetz stets geeignet und angemessen sind.

Berichte
error: Content is protected !!