Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben im Interesse des Unternehmens und seiner Mitglieder wahrgenommen und die Geschäftsführung laufend überwacht und beratend begleitet.

Der Aufsichtsrat ist im Geschäftsjahr 2017 zu fünf Sitzungen zusammengetreten und hat sich zwischen den Sitzungen insbesondere durch mündliche und schriftliche Berichte über den Gang der Geschäfte unterrichten lassen. In seinen Sitzungen hat sich der Aufsichtsrat ausführlich mit der Geschäftsentwicklung, der Geschäftsstrategie und der Unternehmensplanung befasst.

Arbeit des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat ließ sich zur Geschäftsentwicklung, insbesondere über die Neugeschäfts- und Bestandsstruktur der Gesellschaft, ausführlich berichten. Die relevanten Unternehmens- und Branchenkennzahlen wurden eingehend erörtert. In Bezug auf die Umsatz-, Kosten- und Ertragssituation wurden unter anderem die Entwicklung der Beiträge und der Aufwendungen für Versicherungsfälle besprochen. Darüber hinaus wurde der Aufsichtsrat über die für die Gesellschaft relevanten Risiken, das Risikomanagement sowie die Risikotragfähigkeit informiert. Es wurde auch auf die gestiegene Gefahr von Cyberangriffen eingegangen und technische sowie organisatorische Schutzmaßnahmen dargestellt. Der Vorstand berichtete dem Aufsichtsrat über die aktuellen Solvabilitätskennzahlen, die erstmals im Solvency II-Bericht zur Solvabilität und Finanzlage (SFCR) veröffentlicht wurden. Im Ergebnis konnte festgestellt werden, dass die Gesellschaft unverändert die aufsichtsrechtlichen Anforderungen an die Eigenmittelausstattung ohne jegliche Übergangsmaßnahmen erfüllt. Vor dem Hintergrund der anhaltenden Niedrigzinsphase berieten Aufsichtsrat und Vorstand die Auswirkungen auf das Kapitalanlageergebnis sowie den Rechnungszins. Mit dem Vorstand wurde zudem die geplante Verwendung von Beträgen aus der Rückstellung für erfolgsabhängige Beitragsrückerstattung eingehend besprochen. Mögliche politisch bedingte Reformen des Gesundheitswesens aufgrund eines Regierungswechsels nach den Bundestagswahlen 2017 und deren Auswirkungen auf das Geschäftsmodell der Privaten Krankenversicherung wurden ebenfalls diskutiert. Darüber hinaus wurden die Auswirkungen europäischer Regulierungsmaßnahmen wie der EU-Versicherungsvertriebsrichtlinie oder der EU-Datenschutz­grundverordnung besprochen. Ferner hat der Aufsichtsrat mit dem Vorstand die Mittelfristplanung eingehend beraten und diese gebilligt.

In der turnusmäßig jährlich stattfindenden Strategiesitzung des Aufsichtsrats wurden schwerpunktmäßig die Konzernstrategie VerNetzt20.20 und daran anknüpfend die Weiterentwicklung des Geschäftsmodells erörtert sowie verabschiedet. Im Mittelpunkt der Beratungen standen Digitalisierungsmaßnahmen zur Unterstützung und Verbesserung von Serviceleistungen, Vertriebs- und Verkaufsverfahren sowie der Prozesseffizienz. In diesem Zusammenhang ließ sich der Aufsichtsrat über wesentliche Projekte, wie den Ausbau der Kunden-App, die Einführung der Videoberatung oder die Anwendung der e-Signatur, berichten. Auf Gruppenebene wurden auch die Entwicklungen und strategischen Ausrichtungen der von den anderen Unternehmen der Gruppe ausgehenden Risiken und deren Auswirkungen auf die Gruppensolvabilität berücksichtigt.

Darüber hinaus hat sich der Aufsichtsrat mit Vorstands- und Aufsichtsratsangelegenheiten, der Wahrung der Compliance im Unternehmen sowie der Weiterentwicklung der Compliance-Organisation befasst und die Umsetzung weiterer Empfehlungen aus dem Corporate Governance Kodex unter Abgabe der freiwilligen Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG einvernehmlich mit dem Vorstand verabschiedet.

Zusammenfassend ist festzustellen, dass der Vorstand den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah, umfassend sowie den gesetzlichen Vorgaben entsprechend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Geschäftsentwicklung und -planung sowie der Risikolage und des Risikomanagements informiert und in Entscheidungen, die von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen sind, unmittelbar eingebunden hat.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats und sein Stellvertreter standen mit dem Vorstand in ständiger enger Verbindung. Sie ließen sich regelmäßig über bedeutsame Fragen und Maßnahmen der allgemeinen Geschäftspolitik informieren. Die Mitglieder des Aufsichtsrats wurden über die Ergebnisse laufend unterrichtet.

Arbeit der Ausschüsse

Zur Steigerung der Effizienz der Aufsichtsarbeit und Behandlung komplexer oder vertraulicher Angelegenheiten hat der Aufsichtsrat verschiedene Ausschüsse gebildet. Über die Arbeit der Ausschüsse wurde dem Aufsichtsrat in seinen Sitzungen am 20. März 2017 und am 20. November 2017 berichtet.

Kapitalanlage- und Risikoausschuss

Der Kapitalanlage- und Risikoausschuss beobachtet und begleitet die Kapitalanlagestrategie des Unternehmens und überwacht die Einrichtung, Unterhaltung und Wirksamkeit des Risikomanagement- und Risikoüberwachungssystems im Konzern. Im Geschäftsjahr 2017 hat sich der Ausschuss vor dem Hintergrund der weiter anhaltenden Niedrigzinsphase mit der Anlagestrategie der Gesellschaft, dem Investment-Prozess und der strategischen Asset Allocation eingehend befasst. Erörtert wurden die Entwicklung des Sicherungsvermögens, Investitionsprozesse sowie die Rahmenplanung der Kapitalanlagen. Zum Risikomanagementsystem wurde dem Ausschuss über die Hauptrisiken und Risikoeintritte der Gesellschaft sowie die Weiterentwicklung der Risikoüberwachungssysteme berichtet.

Nominierungsausschuss

Der Nominierungsausschuss ist ausschließlich mit von der Mitgliedervertreterversammlung gewählten Aufsichtsratsmitgliedern besetzt und benennt dem Aufsichtsrat für dessen Vorschläge an die Mitgliedervertreterversammlung zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern geeignete Kandidaten. Bei seinem Vorschlag berücksichtigt der Nominierungsausschuss insbesondere die gesetzlichen Vorgaben, die aufsichtsrechtlichen Anforderungen der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht sowie die Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats, die sich der Aufsichtsrat gemäß einer Empfehlung des Deutschen Corporate Governance Kodex selbst gegeben hat.

Der Nominierungsausschuss hat dem Aufsichtsrat einen Vorschlag für die in der Mitgliedervertreterversammlung 2018 anstehende Wahl in den Aufsichtsrat unterbreitet.

Personalausschuss

Der Personalausschuss befasst sich mit der Vorbereitung von Personalentscheidungen des Aufsichtsrats und beschließt in den nach der Geschäftsordnung ihm übertragenen Aufgabenbereichen. Im Geschäftsjahr 2017 hat sich der Personalausschuss mit der Bestellung und Wiederbestellung von Vorstandsmitgliedern sowie der Zustimmung zur Erteilung von Prokuren befasst.

Prüfungsausschuss

Der Prüfungsausschuss befasst sich vorbereitend für den Aufsichtsrat mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontroll- und Revisionssystems sowie der Abschlussprüfung, der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers und der von ihm zusätzlich erbrachten Nichtprüfungsleistungen.

In seiner Frühjahrssitzung hat sich der Prüfungsausschuss schwerpunktmäßig mit der Vorprüfung des Jahresabschlusses befasst, hierzu mit dem Vorstand und Abschlussprüfer die Aufstellung des Jahresabschlusses eingehend erörtert, die Prüfungsschwerpunkte für die Abschlussprüfung diskutiert und entsprechende Beschlussvorschläge für den Aufsichtsrat erarbeitet. Daneben wurden die Prozesse des internen Kontrollsystems besprochen und in diesem Zusammenhang über verschärfte Haftungsregelungen im Rahmen der Reform des Geldwäschegesetzes informiert. In seiner Herbstsitzung befasste sich der Ausschuss unter anderem mit neuen digitalen Anwendungen für den Rechnungslegungsprozess und ließ sich über die Überprüfung des Compliance-Management-Systems durch eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft informieren. Ferner wurden Unabhängigkeit, Qualifikation und Effizienz des Abschlussprüfers anhand gesetzlicher Anforderungen überprüft. Es wurde der Beschlussvorschlag zur Bestellung des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2018 sowie der Vorschlag zur Beauftragung eines externen Prüfers mit der Überprüfung des gesonderten nichtfinanziellen Berichts vorbereitet.

Tarifausschuss

Der Tarifausschuss entscheidet über die vom Vorstand vorgeschlagenen Einführungen oder Änderungen von Allgemeinen Versicherungsbedingungen bzw. Tarifen, zu deren Wirksamkeit die Zustimmung des Aufsichtsrats erforderlich ist. Der Ausschuss hat sich im Geschäftsjahr 2017 mit weiteren Änderungen in den Tarifen der Pflegepflichtversicherung befasst, die durch die gesetzlichen Pflegereformen veranlasst wurden. Darüber hinaus wurden die Änderungen der Versicherungsbedingungen in den Verbandstarifen vom Tarifausschuss begleitet.

Jahresabschluss 2017 und nichtfinanzielle Berichterstattung

Der Abschlussprüfer, die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, hat den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017 sowie den Lagebericht des Vorstands unter Einbeziehung der Buchführung geprüft und einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung sowie die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte hat er in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 19. März 2018 berichtet.

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Lagebericht zum 31. Dezember 2017 geprüft. Herr Prof. Dr. Hartwig Webersinke, Vorsitzender des Prüfungsausschusses, berichtete in der Bilanzsitzung über die vorbereitenden Tätigkeiten und Prüfungen des Ausschusses hinsichtlich der Aufgaben des Aufsichtsrats gemäß § 107 Absatz 3 Satz 2 AktG und über die Prüfung der Compliance im Unternehmen. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses durch den Abschlussprüfer an und hat nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung Einwendungen nicht zu erheben. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss gebilligt, der damit gemäß § 172 AktG festgestellt ist.

Der Aufsichtsrat hat den gesonderten nichtfinanziellen Bericht des Vorstands geprüft und keine Einwendungen zu erheben.

Veränderungen in Aufsichtsrat und Vorstand

Die Mitgliedervertretung hat Herrn Wolfgang Stertenbrink und Herrn Prof. Dr. Hartwig Webersinke jeweils als Mitglied des Aufsichtsrats wiedergewählt. In der konstituierenden Aufsichtsratssitzung am 6. Mai 2017 wurden dann Herr Stertenbrink zum Vorsitzenden und Herr Prof. Dr. Webersinke zum stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt.

Mit Wirkung ab 1. Januar 2018 hat der Aufsichtsrat das bis dahin stellvertretende Vorstandsmitglied Herrn Dr. Jürgen Bierbaum zum ordentlichen Vorstandsmitglied und Herrn Udo Wilcsek zum stellvertretenden Vorstandsmitglied bestellt.

Im Hinblick auf den am 30. Juni 2018 aufgrund des Erreichens der Altersgrenze erfolgenden Eintritt von Herrn Dr. Walter Botermann, Vorsitzender des Vorstands, in den Ruhestand hat der Aufsichtsrat Herrn Christoph Bohn mit Wirkung ab 1. Juli 2018 zum Vorstandsmitglied wiederbestellt und zum Vorsitzenden des Vorstands ernannt.

Herr Martin Rohm wurde mit Wirkung ab 1. September 2018 als Vorstandsmitglied wiederbestellt.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die engagierten Leistungen und die im Berichtsjahr erzielten Erfolge.

Stuttgart,
den 19. März 2018

HALLESCHE
Krankenversicherung auf Gegenseitigkeit

Der Aufsichtsrat

Stertenbrink
Vorsitzender

Corporate Governance Bericht

Die HALLESCHE Krankenversicherung a. G. hat sich als nicht börsennotiertes Unternehmen verpflichtet, den Deutschen Corporate Governance Kodex zu beachten. Vorstand und Aufsichtsrat geben jährlich eine Entsprechenserklärung ab.

Arbeitsweise des Vorstands

Der Vorstand umfasste im Geschäftsjahr 2017 sechs Mitglieder, die gemeinsam für die Leitung des Unternehmens verantwortlich sind. Sie informieren sich laufend über wichtige Maßnahmen und Vorgänge in den Ressorts und berichten einander hierzu. Der Vorstand kommt zu regelmäßigen Vorstandssitzungen zur Beratung und Beschlussfassung zusammen. Die Einzelheiten zur Arbeitsweise, den Berichtspflichten und zur Beschlussfassung sind in der Geschäftsordnung für den Vorstand geregelt.

Der Vorstand berichtet dem Aufsichtsrat regelmäßig sowohl in den Aufsichtsratssitzungen als auch zwischen den Sitzungen über die Geschäftsentwicklung, die Geschäftsstrategie, die Unternehmensplanung, die Risikolage und das Risikomanagement. Darüber hinaus beraten sich die Vorsitzenden von Aufsichtsrat und Vorstand in regelmäßigen Rücksprachen. Über wichtige Ereignisse wird der Aufsichtsrat informiert.

Arbeitsweise des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat umfasste im Geschäftsjahr 2017 neun Mitglieder. Aufgabe des Aufsichtsrats ist die Überwachung und Beratung der Geschäftsleitung. Hierzu lässt sich der Aufsichtsrat regelmäßig in den Sitzungen wie auch außerhalb der Sitzungen insbesondere durch mündliche und schriftliche Berichte des Vorstands unterrichten. Der Aufsichtsrat tagt turnusmäßig viermal im Jahr. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat Zustimmungsvorbehalte in die Geschäftsordnung des Vorstands implementiert.

Der Aufsichtsrat hat zur effizienten Wahrnehmung seiner Tätigkeit folgende Ausschüsse eingerichtet: Kapitalanlage- und Risikoausschuss, Nominierungsausschuss, Personalausschuss, Prüfungsausschuss und Tarifausschuss. Prüfungsausschuss und Kapitalanlage- und Risikoausschuss tagen turnusmäßig zweimal im Jahr sowie bei Bedarf, die weiteren Ausschüsse tagen bei Bedarf.

Einzelheiten zur Arbeitsweise, zu den Berichtspflichten und zur Beschlussfassung sind in der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat geregelt.

Zielsetzung des Aufsichtsrats und Stand der Umsetzung

Der Aufsichtsrat erfüllt die in seinen Zielen festgelegten folgenden Anforderungen an die Zusammensetzung des Gesamtgremiums (Kompetenzprofil):

  1. Spezifische Fachkenntnisse, über die jeweils mindestens ein Mitglied verfügen sollte:
  • ausgeprägte Erfahrung im Versicherungs- und Finanzdienstleistungsgeschäft
  • Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung oder Abschlussprüfung i.S.v. § 100 Absatz 5 AktG
  • ausgeprägte Erfahrung im Kapitalanlagebereich
  • Erfahrung in Compliance und Recht

Fachkenntnisse oder Erfahrungen aus anderen Wirtschaftsbereichen sollten vorhanden sein.

  1. Kollektive Qualifikationsanforderungen

Bei Änderungen in der Zusammensetzung des Aufsichtsrats wird darauf geachtet, dass die kollektiven Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen für die folgenden Bereiche auf einem angemessenen Niveau gehalten werden, um eine professionelle Überwachung zu gewährleisten:

  • Versicherungs- und Finanzmärkte
  • Geschäftsstrategie und Geschäftsmodell
  • Governance-System
  • Finanzanalyse und versicherungsmathematische Analyse
  • Regulatorischer Rahmen und regulatorische Anforderungen.

Die weiteren an die einzelnen Aufsichtsratsmitglieder gestellten Anforderungen werden ebenfalls beachtet:

  • Die erforderliche Unabhängigkeit von der Gesellschaft, ihren Organen und von verbundenen Unternehmen ist gewahrt;
  • die in der Geschäftsordnung festgelegte Altersgrenze von 73 Jahren für das Mandat und die seit September 2016 geltende Regelgrenze von maximal drei vollen Mandatsperioden für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat sind implementiert.

Durch die Zusammensetzung des Gremiums liegen auch die erforderlichen Spezialkenntnisse vor, die eine qualifizierte  Überwachung und Beratung der Geschäftsleitung sicherstellen.

Der Aufsichtsrat erfüllt seine eigene Vorgabe, wonach alle seine Mitglieder unabhängig im Sinne des Deutschen Corporate Governance Kodex sein sollen.

Zur Internationalität erfolgten aufgrund der nationalen Ausrichtung der Gesellschaften keine Festlegungen. Die geforderte Vielfalt ist infolge der Zusammensetzung des Gremiums gewährleistet. Der angestrebte Frauenanteil von mindestens 33 % im Gremium ist erreicht.

Stellungnahme zu den Kodex-Anregungen

Die Kodex-Anregungen wurden befolgt, soweit nicht rechtsformspezifische Gründe der Anwendung entgegenstehen.

Entsprechenserklärung

§ 161 AktG verpflichtet den Vorstand und den Aufsichtsrat börsennotierter Gesellschaften jährlich zu erklären, dass den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex“ entsprochen wurde und wird oder welche Empfehlungen nicht angewendet wurden oder werden und warum nicht. Die Erklärung nach § 161 AktG ist auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft öffentlich zugänglich zu machen. Zugleich ist diese Erklärung Bestandteil der Erklärung zur Unternehmensführung nach Maßgabe des § 289a HGB.

Als nicht börsennotierte Gesellschaft und mit Blick darauf, dass die für Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit geltenden Vorschriften keine Anwendung des § 161 AktG und des § 289a HGB statuieren, ist die HALLESCHE Krankenversicherung auf Gegenseitigkeit nicht zur Abgabe der so genannten Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG und auch nicht zur Abgabe der Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB verpflichtet. Der Deutsche Corporate Governance Kodex (der „Kodex“) empfiehlt jedoch auch nicht börsennotierten Gesellschaften die Beachtung des Kodex.

Vorstand und Aufsichtsrat haben festgestellt, dass die im Kodex dargestellten wesentlichen gesetzlichen Vorschriften zur Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Gesellschaften sowie die dort aufgezeigten international und national anerkannten Standards guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung mit den Unternehmensführungsgrundsätzen der HALLESCHE Krankenversicherung auf Gegenseitigkeit weitgehend übereinstimmen.

Vorstand und Aufsichtsrat der HALLESCHE Krankenversicherung auf Gegenseitigkeit erklären hiermit, dass den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen des Kodex in der Fassung vom 7. Februar 2017 ab seiner Bekanntmachung im Bundesanzeiger am 24. April 2017 entsprochen wurde und wird soweit nicht rechtsformspezifische Gründe der Anwendung entgegenstehen oder eine modifizierte Anwendung verlangen. Darüber hinaus wurde und wird von den Empfehlungen des Kodex in der am 24. April 2017 in Kraft getretenen Fassung im Sinne einer guten Unternehmensführung wie folgt abgewichen:

  1. Die bestehende D&O-Versicherung (Vermögensschadenhaftpflicht-Versicherung von Vorständen und Aufsichtsräten) sieht mit Blick auf die Gesetzeslage einen Selbstbehalt für die Mitglieder des Vorstands, nicht aber für die Mitglieder des Aufsichtsrats mit Wirkung seit 1. Juli 2010 vor (Ziffer 3.8 Absatz 2 und Absatz 3).
  2. In unserem Vergütungsbericht für das Geschäftsjahr 2017 nehmen wir einen individualisierten Ausweis der Vergütung der Vorstandsmitglieder (Ziffern 4.2.4 und 4.2.5) nicht vor, um die vereinbarte Vertraulichkeit zu wahren.
  3. Bei der Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder werden nur die Mitgliedschaft und nicht der Vorsitz in den Ausschüssen besonders berücksichtigt (Ziffer 5.4.6 Absatz 1 Satz 2). Der Vorsitz in den Ausschüssen wird, mit Ausnahme des Prüfungsausschusses, von dem Aufsichtsratsvorsitzenden wahrgenommen. Eine individualisierte Offenlegung der Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder oder von gewährten Vorteilen für persönlich erbrachte Leistungen (Ziffer 5.4.6 Absatz 3) wird mit Blick auf die Gesetzeslage nicht vorgenommen.

Stuttgart,
den 20. November 2017

Der Vorstand

 

Dr. Botermann
Vorsitzender

Stuttgart,
den 20. November 2017

Der Aufsichtsrat

Stertenbrink
Vorsitzender

Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht stellt die Grundzüge des Vergütungssystems für Vorstand und Aufsichtsrat unter Berücksichtigung der einschlägigen gesetzlichen Vorgaben gemäß den Vorgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex dar, dem sich die Gesellschaft angeschlossen hat.

Grundzüge des Vergütungssystems für Vorstände

Die Vergütungssysteme werden mindestens einmal jährlich vom Aufsichtsrat auf ihre Angemessenheit überprüft und gegebenenfalls angepasst. Bei der Ausgestaltung der Vergütungsmodalitäten und des Zielsystems des Vorstands wird der Aufsichtsrat gegebenenfalls vom Personalausschuss unterstützt.

Die Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder besteht zu 70 % aus einer Fixvergütung und zu 30 % aus einer erfolgsabhängigen variablen Vergütung mit aufgeschobener Komponente. Die variable Vergütung ist an die Erfüllung von im Voraus vereinbarten und für alle Vorstandsmitglieder einheitlichen übergeordneten Unternehmenszielen gebunden. Die Ziele werden aus der jeweiligen Jahres- und Mittelfristplanung abgeleitet.

Der Anspruch auf den zurückbehaltenen Tantiemeanteil entsteht mit Feststellung des Aufsichtsrats über die Zielerreichung am Ende des Zurückbehaltungszeitraums von drei Jahren. Das Vergütungssystem ermöglicht damit insgesamt eine an Leistung und Nachhaltigkeit orientierte angemessene Vergütung.

Die Vorstandsmitglieder haben Anspruch auf Leistungen der Invaliden-, Alters- und Hinterbliebenenversorgung (Ruhegehaltsanspruch). Die Anspruchsvoraussetzungen sind im Anstellungsvertrag spezifiziert. Die Höhe des Ruhegehaltsanspruchs richtet sich nach der Dienstzeit als Vorstandsmitglied. Bemessungsgrundlage sind die fixen Vergütungsbestandteile.

Die Vorstandsmitglieder erhalten zusätzlich zu den Jahresbezügen Nebenleistungen, wie Dienstwagen und D&O-Versicherungsschutz mit dem gesetzlich geforderten Selbstbehalt.

Grundzüge des Vergütungssystems für den Aufsichtsrat

Die Aufsichtsratsvergütung ist fix und wird von der Mitgliedervertreterversammlung festgesetzt, Die Vergütung des Aufsichtsratsvorsitzenden beträgt das 2-fache und die des stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden das 1,5-fache eines einfachen Aufsichtsratsmitglieds.

Bei der Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder werden nur die Mitgliedschaft und nicht der Vorsitz in den Ausschüssen besonders berücksichtigt.

Bericht des Vorstands zu Compliance

Der Erfolg der HALLESCHE Krankenversicherung basiert in hohem Maße auf dem Vertrauen, das Kunden, Geschäftspartner und die Öffentlichkeit in die rechtskonforme Handlungsweise und in die Integrität unseres Hauses setzen.

Um die Einhaltung der rechtlichen Rahmenbedingungen und der internen Richtlinien sicherzustellen, hat unsere Gesellschaft interne Grundlagen geschaffen und eine Compliance-Organisation (Compliance-Officer, Compliance-Komitee, Compliance-Verantwortliche) eingerichtet.

Die Compliance-Risiken wurden systematisch unternehmensweit erfasst, zentral dokumentiert und von unseren Fachleuten bewertet. Die Erfassung und Bewertung dieser Compliance-Risiken stellt die Grundlage für eine wirkungsvolle Prävention dar.

Die Gesellschaft hat ihr Compliance-Management-System 2017 in den Bereichen Betrugsprävention, Korruptionsprävention und Wettbewerbsrecht von externen Wirtschaftsprüfern überprüfen lassen. Im Ergebnis wurde der Gesellschaft bescheinigt, dass die Beschreibung ihres Compliance-Management-Systems den Wirtschaftsprüfer-Standards IDW PS 980 entspricht und angemessen ist.

Die Auseinandersetzung mit Compliance-Risiken ist ein permanenter und regelmäßiger Prozess. Veränderungen des rechtlichen Umfeldes werden systematisch beobachtet und bewertet. Damit wird gewährleistet, dass unsere organisatorischen Vorkehrungen und Maßnahmen zur Einhaltung von Recht und Gesetz stets geeignet und angemessen sind.

Nachhaltigkeitsbericht

Durch die wertorientierte Ausrichtung unseres Handelns stellen wir Wachstum und Unabhängigkeit der HALLESCHE Krankenversicherung sicher. Nachhaltigkeit bedeutet für uns, unternehmerischen Erfolg mit ökologischer, gesellschaftlicher und sozialer Verantwortung in Einklang zu bringen. Hierdurch definieren wir uns als dauerhaft verlässlichen Partner für unsere Kunden und Geschäftspartner sowie für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Um diesen Rollen als verantwortungsbewusstes Unternehmen, verlässlicher Versicherer und sozialer Arbeitgeber gerecht zu werden, sind für uns folgende Handlungsfelder wesentlich:

  • Beitragsstabilität und Leistungsgarantien
  • Mitarbeiter
    • Arbeitssicherheit und Gesundheit der Mitarbeiter
    • Aus- und Weiterbildung
    • Engagement für die Mitarbeiter / Arbeitgeberattraktivität
  • Service- und Kundenzufriedenheit
  • Verantwortungsvolle Unternehmensführung
  • Digitalisierung
  • Demographischer Wandel
  • Nachhaltige Kapitalanlage
  • Transparenz

Der Aspekt Umwelt ist für die Tätigkeiten der HALLESCHE Krankenversicherung nicht wesentlich im Sinne der Nachhaltigkeitsberichterstattung, da das Geschäftsmodell nur marginale Auswirkungen auf die Umwelt hat. Dennoch achten wir auf Energieeffizienz und gehen achtsam mit den für unsere Tätigkeiten erforderlichen Ressourcen um.

Die HALLESCHE Krankenversicherung ist sich ihrer Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern bewusst. Das Unternehmen ist Mitglied im Arbeitgeberverband der Versicherungsunternehmen in Deutschland. Die für Mitarbeiter im Innen- und im angestellten Außendienst vereinbarten tariflichen Arbeitsbedingungen berücksichtigen wir ebenso uneingeschränkt wie alle sonstigen einschlägigen arbeitsrechtlichen Regelungen. Der Betriebsrat setzt sich für die Interessen und Rechte der Mitarbeiter ein und achtet auf die Einhaltung der gesetzlichen Regelungen. Gut ausgebildete Mitarbeiter sind die Basis dafür, unsere Rolle als dauerhaft verlässlicher Partner erfüllen zu können. Daher fördern und entwickeln wir unsere Mitarbeiter im Rahmen der betrieblichen Aus‐ und Weiterbildung. Ebenfalls übernehmen wir soziale Verantwortung für unsere Mitarbeiter und unterstützen sie bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie durch das Angebot freiwilliger Zusatzleistungen. Unsere familienbewusste Personalpolitik wird seit 2012 durch das Qualitätssiegel „berufundfamilie“ der Hertie-Stiftung bestätigt. Zudem wird Chancengleichheit im Unternehmen groß geschrieben. Die geschlechterneutrale Besetzung von Führungspositionen ist ein erklärtes Ziel des Programms „Vielfalt in der Führung“, welches wir konzernweit festgeschrieben haben. Bei einem beinahe ausgeglichenen Geschlechterverhältnis in der Gesamtbelegschaft möchten wir mittelfristig mehr qualifizierte und erfahrene Frauen dabei unterstützen, Führungsverantwortung zu übernehmen.

Transparenz, Beitragsstabilität und Leistungsgarantien sowie Service- und Kundenzufriedenheit sind wesentliche Themen in Bezug auf den Aspekt Sozialbelange für die HALLESCHE Krankenversicherung. Allgemeines Ziel unseres Geschäftsmodells ist die langfristige Erfüllbarkeit der Versicherungsverträge. Dabei sind Geschäftsprozesse und -strategien auf die Bedürfnisse und die Zufriedenheit des Kunden ausgerichtet. Die Service- und Kundenorientierung steigern wir durch eine schnelle Reaktion auf Kundenanliegen, auch durch die Nutzung digitaler Technologien, sowie durch die Verwertung von Kundenbeschwerden für Qualitätsverbesserungen. Außerbetrieblich übernehmen wir gesellschaftliche Verantwortung durch persönliches, fachliches und finanzielles Engagement für die Gesellschaft, indem wir uns in verschiedenen Projekten engagieren.

Die Achtung der Menschenrechte für die HALLESCHE Krankenversicherung in Bezug auf die Kapitalanlage ein wesentlicher Aspekt. Um ein klareres Bild über mögliche negative Auswirkungen unsere Kapitalanlage auf Nachhaltigkeitsaspekte zu bekommen, werden wir 2018 eine Analyse des Kapitalanlageportfolios durchführen. Durch die Beschaffungsrichtlinie verfolgt die HALLESCHE Krankenversicherung in Übereinstimmung mit den Compliance-Vorschriften des Unternehmens sowie durch die Beachtung des „Kodex für integre Handlungsweisen“ die Achtung der Menschenrechte. Bis Ende 2018 werden wir darüber hinaus einen Leitfaden entwickeln, der als Grundlage einer nachhaltigen Beschaffung dienen soll und für uns sowie unsere Geschäftspartner gemeinsame Werte, auch hinsichtlich der Achtung der Menschenrechte, festlegt.

Der Aspekt Bekämpfung von Korruption und Bestechung ist für die HALLESCHE Krankenversicherung im Sinne einer verantwortungsvollen Unternehmensführung von Bedeutung. Dies verfolgen wir durch ein Compliance-Management-System sowie durch die freiwillige Anwendung des Corporate Governance Kodex. Um die Einhaltung der rechtlichen Rahmenbedingungen und der internen Richtlinien sicherzustellen, wurde bei der HALLESCHE Krankenversicherung eine Compliance-Organisation eingerichtet. Die hohe Beratungsqualität in unserem Vertrieb sichern wir durch eine Verpflichtung zu Verhaltensregeln und durch eine laufende Qualifizierung unserer Vertriebspartner.

Bei der Erstellung des Nachhaltigkeitsberichtes haben wir den Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) angewendet. Unsere DNK-Entsprechungserklärung finden Sie hier.

Berichte
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