Bericht des Vorstands

Nachfolgend finden Sie eine Auswahl der Kennzahlen und Geschäftsergebnisse 2018. Den vollständigen Lagebericht zum Geschäftsjahr 2018 finden Sie als Bestandteil des Geschäftsberichts im Download-Center

Entwicklung der Krankenversicherungsbranche1

Nach vorläufigen Angaben des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) für das Geschäftsjahr 2018 stiegen die Beitragseinnahmen in der privaten Krankenversicherung um 1,7% auf 39,7 Milliarden Euro. Hierauf entfielen 2,6 Milliarden Euro auf die private Pflege-Pflichtversicherung. Ebenfalls stieg der Betrag für die ausgezahlten Versicherungsleistungen um 5,5% auf 28,7 Milliarden Euro. Die Gesamtzahl aus Voll- und Zusatzversicherungen erhöhte sich um rund 300.000 Verträge und damit um 0,8% auf 34,6 Millionen Verträge. Dabei verblieb die Zahl der Vollversicherungsverträge bei knapp 8,8 Millionen, während die Zahl der Zusatzversicherungen ein Plus von 1,2% auf 25,8 Millionen Verträge verzeichnete.

1 Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (29.01.2019), Geschäftsentwicklung 2018 – Zahlen im Überblick; https://www.gdv.de/de/themen/news/geschaefts-ent-wick-lung-2018—zah-len-im-ueber-blick-43198

Unsere Geschäftsergebnisse im Überblick2

Das Jahr 2018 war für die HALLESCHE Krankenversicherung ein gutes Geschäftsjahr.

Die gebuchten Bruttobeiträge lagen um 2,1 % über dem Vorjahr. Das Neugeschäft lag bei insgesamt 2,5 Mio. € Monats-Soll-Beitrag, wodurch die Abschlusskosten zurückgingen. Die Verwaltungskosten lagen auf dem Niveau des Vorjahres. Die Leistungsaufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr moderat gestiegen. Das Kapitalanlageergebnis konnte das Niveau des Vorjahres erreichen. Diese Entwicklungen führten dazu, dass der Bruttoüberschuss vor Steuern um 21,3 Mio. € auf 188,1 Mio. € anstieg.

Der Vergleich der Geschäftsergebnisse 2018 mit den Aussagen im Prognosebericht des Geschäftsberichts 2017 zeigt: Das Neugeschäft in der Voll- und Zusatzversicherung entwickelte sich 2018 weniger dynamisch als erwartet, wodurch auch die Beitragseinnahmen belastet wurden und niedriger als prognostiziert ausfielen. Die Aufwendungen für Versicherungsfälle stiegen geringer als erwartet. Infolge hoher im Jahr 2018 verbuchter Provisionen aus dem Neugeschäft 2017 lag die Abschlusskostenquote trotz des geringeren Neugeschäfts 2018 über unserer Annahme. Die Verwaltungskostenquote lag unter dem prognostizierten Wert. Die Nettoverzinsung konnte den Planwert übertreffen. Der Rückstellung für erfolgsabhängige Beitragsrückerstattung konnte infolge des höheren Bruttoüberschusses mehr zugeführt werden als geplant. Planmäßig führten wir dem Eigenkapital 15,0 Mio. € zu. Einzelheiten zur Liquiditätslage sind der Kapitalflussrechnung im Anhang zu entnehmen.

2 Die Addition von Einzelwerten kann aufgrund kaufmännischer Rundung von den Zwischen- und Endsummen um Rundungsdifferenzen abweichen. Prozentuale Veränderungen sind auf Basis der genauen Zahlenwerte (ohne Rundungen) berechnet.

Unsere wichtigsten Kennzahlen

Kennzahlen der privaten Krankenversicherung

Der Kennzahlenkatalog des Verbands der privaten Krankenversicherung e. V. ist ein umfassendes und in sich konsistentes System zur Beschreibung der wirtschaftlichen Situation eines Unternehmens. Ziel des Kennzahlenkatalogs ist es, Hilfe zur Bewertung der finanziellen Sicherheit, des Erfolges, der Leistungsfähigkeit und der Solidität von Krankenversicherern zu geben. Um ein genaues und aussagekräftiges Bild dieser Größen zu bekommen, müssen die Kennzahlen im Gesamtzusammenhang, d.h. in Verbindung mit anderen Kennzahlen über mehrere Zeitperioden hinweg, betrachtet werden.

In der Rückstellung für erfolgsabhängige Beitragsrückerstattung (RfB) werden Mittel für die Versicherten angesammelt. Mit diesen werden Beiträge für ältere Versicherte gesenkt, Mehrbelastungen bei Beitragsanpassungen gemildert oder vermieden sowie bei Leistungsfreiheit eine Beitragsrückerstattung ausgezahlt. Die RfB-Quote ist ein Gradmesser dafür, wie viele Mittel bezogen auf die Beitragseinnahmen zukünftig für diese Maßnahmen zur Verfügung stehen.

Die RfB-Quote lag 2018 bei 41,6%.

RfB-Quote in %

Diese Kennzahl zeigt die Höhe der Mittel, die der RfB für die Finanzierung zukünftiger beitragsentlastender Maßnahmen oder für Barausschüttungen bei Leistungsfreiheit jährlich zugeführt werden.

Die RfB-Zuführungsquote lag 2018 bei 13,50%.

RfB-Zuführungsquote in %

Die Versicherungsgeschäftliche Ergebnisquote ermöglicht eine Betrachtung der Schadenkosten-Situation des Versicherers. Sie gibt an, wie viel von der Jahresbeitragseinnahme nach Abzug der Aufwendungen für Schäden und Kosten übrig bleibt.

Die versicherungsgeschäftliche Ergebnisquote lag 2018 bei 15,13 %.

Versicherungsgeschäftliche Ergebnisquote in %

3 Die Versicherungsgeschäftliche Ergebnisquote und die Schadenquote wurden für das Jahr 2018 entsprechend des Kennzahlenkatalogs des PKV-Verbands unter Verwendung des durchschnittlichen Rechnungszinses der HALLESCHE Krankenversicherung in Höhe von 2,85 % ermittelt. Für die Jahre 2017 bzw. 2016 bzw. 2015 beträgt der durchschnittliche Rechnungszins 2,93% bzw. 3,08% bzw. 3,13 %. Für das Jahr 2014 wurde für beide Quoten gemäß Kennzahlenkatalog ein Rechnungszins von 3,41 % verwendet.

Die Verwaltungskostenquote spiegelt den Aufwand für die Verwaltung der Versicherungsverträge wider.

Die Verwaltungsquote lag 2018 bei 2,55%.

Verwaltungskostenquote in %

Eigenkapitalquote

Das Eigenkapital dient dem Unternehmen als sichere Basis für die laufende Geschäftstätigkeit und damit zur dauernden Sicherung der Verträge. Die Eigenkapitalquote setzt das Eigenkapital in Relation zu den Beitragseinnahmen. Sie erhöhte sich im Berichtsjahr auf 30,1 % (29,4 %)4.

Schadenquote

Diese Quote zeigt, in welchem Umfang die Beitragseinnahmen in Versicherungsleistungen und Alterungsrückstellung fließen. Sie verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr auf 74,0 % (74,5 %).

Abschlusskostenquote

Die Abschlusskostenquote zeigt den Aufwand für den Vertragsabschluss. Sie betrug im Berichtsjahr 8,3 % (8,7 %).

Nettoverzinsung

Diese Kennzahl gibt an, welche Verzinsung ein Versicherer aus seinen Kapitalanlagen erzielt. Berücksichtigt werden alle Erträge und Aufwendungen der Kapitalanlagen. Die Nettoverzinsung erreichte 2,87 % (3,03 %).

Bestandswachstum

Im Berichtsjahr verzeichneten wir in der Vollversicherung für die Anzahl an Personen einen Rückgang in Höhe von 1,0 % (0,6 %). In der Ergänzungsversicherung hatten wir bei der Anzahl an Personen ein Wachstum von 6,1 % (14,5 %).

RfB-Entnahmeanteile

Die RfB-Entnahmen verwenden wir zum einen für Einmalbeiträge, mit denen wir die Beiträge unserer Versicherten dauerhaft reduzieren oder Beitragsanpassungen abmildern, zum anderen für Barausschüttungen, die wir bei Leistungsfreiheit auszahlen. Aus dem Verhältnis der jeweiligen Anteile zur gesamten RfB-Entnahme ergeben sich zwei Kennzahlen, die in der Summe 100 % betragen. Die Quote für Einmalbeiträge lag im Berichtsjahr bei 57,7 % (63,6 %), der Wert für Barausschüttungen bei 42,3 % (36,4 %).

Überschussverwendungsquote

Diese Kennzahl gibt Auskunft über die Mittel, die wir von unserem wirtschaftlichen Gesamterfolg an unsere Versicherten weitergeben. Sie zeigt die Zuführung zur erfolgsabhängigen RfB einschließlich der poolrelevanten Mittel aus der Pflegepflichtversicherung und der Überschussbeteiligung gemäß § 150 Abs. 1 VAG aus dem Rohergebnis nach Steuern. Die verbleibenden Mittel werden dem Eigenkapital zugeführt. Für das abgelaufene Geschäftsjahr beträgt die Überschussverwendungsquote 91,9 % (90,9 %).

4 Vorjahreswerte in Klammern

Frauenquote

Teilhabe von Frauen an Führungspositionen

Seit dem 1. Mai 2015 gilt das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst. Mit diesem Gesetz soll mittelfristig der Anteil von Frauen an Führungspositionen signifikant gesteigert und letztlich eine Geschlechterparität erreicht werden.

Die HALLESCHE Krankenversicherung hat – als mitbestimmungspflichtiges, aber nicht börsennotiertes Unternehmen – den gesetzlichen Vorgaben entsprechend die nachstehend genannten verbindlichen Zielgrößen für die Erreichung des Frauenanteils festgelegt:

Als Termin für die Zielerreichung wurde der 30. Juni 2022 festgelegt.

Personalbericht

Unsere hoch qualifizierten Mitarbeiter agieren im gesamten ALTE LEIPZIGER – HALLESCHE Konzern nach einheitlichen Servicestandards. Durch ihre systematische Aus- und Weiterbildung sind sie kompetente Ansprechpartner für unsere Vermittler und Kunden.

Im Geschäftsjahr 2018 waren bei der HALLESCHE Krankenversicherung insgesamt 1.178 Mitarbeiter beschäftigt. Weitere Angaben finden Sie in unserem Personal- und Sozialbericht.

Risikobericht

Bei der HALLESCHE Krankenversicherung hat das Risikomanagement einen hohen Stellenwert. Den steigenden gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Anforderungen begegnen wir mit einer kontinuierlichen Weiterentwicklung und Optimierung unseres Risikomanagementsystems. Weitere Angaben zur Risikoberichterstattung finden Sie in unserem Risikobericht.

Prognosebericht

Das Marktumfeld der HALLESCHE Krankenversicherung hat sich in den vergangenen Jahren bedeutend verändert. Auch im kommenden Jahr werden sich weitreichende Veränderungen für die Private Krankenversicherung ergeben. Erfahren Sie mehr im Prognosebericht.

Lagebericht
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